Ausbildungsgang
System- und Familienaufstellen
Familienaufstellungen oder Systemaufstellungen bieten eine sehr effektive und tiefgehende Methode, um Probleme im Familien- und anderen Systemen klar verständlich darzustellen und daraus effiziente Problemlösungen zu erarbeiten.
Überhaupt lassen sich Familienaufstellungen bei allen Systemen gut einsetzen, die mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun haben. Ursprünglich nur im familientherapeutischen Kontext angewandt, entstanden bald Weiterentwicklungen, so dass heute auch Körpersymptome, Organisationen (Firmen, Teams etc.), und beispielsweise inner-psychische Anteile »aufgestellt« werden.
Seit 2008 hat Klaus-Ingbert Wagner diese umfassende, zweijährige Ausbildung, die zudem von der Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen zertifiziert war, insgesamt neun Mal erfolgreich durchgeführt. Um seine Arbeitszeiten – insbesondere an den Wochenenden – zu reduzieren, ist es ihm inzwischen leider nicht mehr möglich, alle bisherigen Ausbildungsformate fortzuführen.
Gleichzeitig liegt ihm die Aufstellungsarbeit sehr am Herzen. Aus diesem Grund wurde nach einem Weg gesucht, den Geist und die Essenz dieser Arbeit weiterzugeben.
So entwickelte Klaus die Ausbildung Systemisch-holistische Therapie / Coaching, in der er sein gesamtes Wissen und seine langjährige Erfahrung bündelt und weitervermittelt. Auch die Aufstellungsarbeit hat in diesem Ausbildungsgang einen festen Platz und kann dort fundiert erlernt werden.
Wenn Sie Interesse haben, finden Sie alle wichtigen Informationen hier.
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Die folgenden Zeilen bieten Ihnen einen Einblick über die Arbeitsweise von Klaus-Ingbert Wagner und der Wirkung von Familien- und Systemaufstellungen.
Einsatzgebiete des Familienstellens
Das Familienstellen und seine Erkenntnisse können in vielen Berufsfeldern direkt oder indirekt eingesetzt werden, um Zusammenhänge besser zu erkennen und Lösungen zu erarbeiten.
Mögliche Anwendungsgebiete sind
Grundlegendes über die Methodik
Natürlich arbeiten wir auch nach den klassischen Arbeitsweisen des Familienstellens – nach den Ordnungen Hellingers, dem Hereinholen von Ausgeschlossenem, dem Befrieden von alten weitergetragenen Konflikten am Ursprungsort, um nur einige Prinzipien zu nennen. Dennoch hat sich über die Zeit und aus der Erfahrung aus anderen Therapiebereichen heraus eine eigene Variante der Herangehensweise gebildet. So beziehen wir insbesondere innere psychische Anteile in die Aufstellungen mit ein. Im Folgenden möchte wir Ihnen die Grundzüge darstellen.
Familienbewusstsein, Individualbewusstsein, Universelles Bewusstsein
Nach unserer Meinung hat unser Handeln viel mit diesen drei Bewusstseinszuständen zu tun, wobei in den Familienaufstellungen hauptsächlich die beiden ersteren zu Tage treten.
Familienbewusstsein
Das Familienbewusstsein (oder »Sippenbewusstsein«) schaut nicht auf den Einzelnen. Hier gilt die einfache Grundregel: Was der Familie gut tut und ihr Überleben sichert, ist gut, und was ihr schadet, ist böse. Man sieht hier sehr schnell, dass diese Art des Umgangs mit Problemen sehr alt und archaisch ist und das Überleben der Sippe im Vordergrund stand. Jeder, der sich diesen Normen widersetzte, wurde ausgeschlossen. So entstand viel Leid und diese ungelösten Konflikte werden in den Familien oft unbewusst weitergeführt.
Individualbewusstsein
Während das Familienbewusstsein auf die Gruppe schaut, sieht das Individualbewusstsein nur den Einzelnen. Hier gilt: Was mir gut tut, ist gut und was mir schadet, ist böse. Das Individualbewusstsein ist also rein egoistisch (wobei Egoismus grundsätzlich nicht als negativ zu betrachten ist) und arbeitet nach dem Lustprinzip. Es ist die immer mehr vorherrschende Geisteshaltung in unserer Gesellschaft. Das Individualbewusstsein gibt uns die Kraft, aus dem bestehenden Rahmen herauszutreten und unser ureigenstes Potential auszuschöpfen, was uns einzigartig und unverwechselbar macht.
Universalbewusstsein
Nach unserer Meinung ist dies der spirituelle Aspekt der Bewusstseinsarten. Hier tritt das Einzelne wie das Familiäre zurück. Wir sind eingebunden in den ganzen Kosmos und erleben und erfahren unser Leben als eine Einheit mit dem Ganzen und damit etwas Höherem. Dies ist in seiner wirklichen Konsequenz und Verwirklichung wohl nur sehr wenigen Menschen vergönnt und in den östlichen Religionen wird dieser Zustand meist mit »Erleuchtung« übersetzt.
Diese drei Bewusstsseinsarten müssen in einer Aufstellung bearbeitet und harmonisiert werden, um zu einer nachhaltigen Lösung zu kommen.
Zur Arbeitsweise
Neben der systemischen Arbeit des Familienstellen ist das zweites große psychotherapeutisches Standbein die Gestalttherapie. Während das Familienstellen von seiner Grundstruktur eher das Familienbewusstsein achtet und ihm wieder Raum gibt, stellt die Gestalttherapie die Förderung und den Ausdruck der Individualseele in den Vordergrund. Somit ergibt sich in diesen zwei Methodenbausteinen ein Paar wie Yin und Yang, die sich – trotz ihrer Gegensätzlichkeit – wunderbar ergänzen. So sind auch die Aufstellungen immer dem Prozess angepasst und legen das Gewicht auf den Bewusstseinszustand, der gerade zu fördern ist.
Natürlich findet immer wieder ein Austausch und ein Wechsel zwischen diesen Bereichen statt. So ergibt sich mit der Zeit ein rundes und gefestigtes Bild des Selbsterfahrungsprozesses, der nicht dogmatisch in einem Zustand verharrt.
Zur Person Bert Hellingers und dem Familienstellen
Bert Hellingers Verdienst ist es vor allem, in der von der humanistischen Psychologie (die das Individualbewusstsein förderte und das Familienbewusstsein eher ablehnte) geprägten Szene dem Familienbewusstsein wieder Raum und Achtung zu verschaffen. Doch gab es zweifellos auch berechtigte Kritik – wegen seines autoritären Therapiestils und der Durchsetzung seines Weltbildes in der therapeutischen Arbeit mit dem Klienten.
Mir sind die Grabenkämpfe in der systemischen Szene fremd und ich beteilige mich bewusst nicht daran. Über die Jahre habe ich, wie viele andere Aufsteller auch, meinen eigenen Stil gefunden und die Erkenntnisse Bert Hellingers bilden dabei einen wichtigen Teil meiner Therapie.
Ich achte Bert Hellinger als den Wegbereiter und den Begründer seines Familienstellens, aus dem sich ganz viele Zweige entwickelt haben. Ich distanziere mich aber von seinem autoritären Therapiestil und dem »Guru-Tum«, dass vor allem in den letzten Jahren um ihn aufgebaut wurde. Für mich steht meine Klientinnen und Klienten und deren Bedürfnisse im Vordergrund – jegliches Dogma ist da eher hinderlich.
Stimmen vormaliger Teilnehmer/-innen der Ausbildung

Klaus-Ingbert Wagner
Dozent
Jahrgang 1967
Heilpraktiker seit 1993, in eigener Praxis seit 1995
Seit 1987 Selbsterfahrung und Ausbildungen im
psychosozialen und medizinischen Bereich
In der Therapeutenfortbildung seit 1997 tätig
Lehrtherapeut für Systemaufstellung (DGfS)
Supervisor (DGSv)
Gruppendynamischer Leiter (TOPS)
Fachbuchautor
Mitgliedschaften
Lehrtherapeut der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellung (DGfS)
Weitere Informationen über Klaus-Ingbert Wagner finden Sie hier.

