Ausbildungsgang
Die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers
Die klientenzentrierte Gesprächstherapie wurde von Carl Rogers in den 40er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt. Rogers gilt als einer der Hauptvertreter der Humanistischen Psychologie. In Deutschland wurde sie hauptsächlich durch Reinhard und Anne-Marie Tausch in den 60er Jahren bekannt. Andere Bezeichnungen sind Gesprächspsychotherapie (auch GT), klientenzentrierte Therapie, Personenzentrierte Psychotherapie oder nicht-direktive Beratung.
Das Menschenbild der Klientenzentrierten Psychotherapie geht davon aus, dass der Mensch eine angeborene „Selbst-Verwirklichungs-“ und „-Vervollkommnungstendenz“ (Aktualisierungstendenz) besitzt, die unter günstigen Umständen, für eine Weiterentwicklung und Reifung der Persönlichkeit sorgt. Der Hilfesuchende trägt alles zu seiner Heilung Notwendige in sich und ist selbst am besten in der Lage, seine persönliche Situation zu analysieren und Lösungen für seine Probleme zu erarbeiten. Ausgehend von diesem humanistischen Menschenbild folgerte Rogers, Psychotherapie müsse ein günstiges Klima für den gestörten Wachstumsprozess schaffen.
Die wichtigsten Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächstherapie
Damit eine psychologisch relevante Veränderung des Selbstkonzepts einer Person stattfinden kann, müssen vom Therapeuten die drei Grundhaltungen in der Beziehung zum Klienten gelebt werden (1-3) :
- Bedingungslose positive Wertschätzung
gegenüber der Person des Ratsuchenden mit ihren Schwierigkeiten und Eigenheiten. Das heißt ich nehme den Klienten erst einmal so, wie er ist, ohne seine Handlungen zu bewerten. Die Grundbotschaft muss sein – so wie du bist, bist du ok. Wichtige Formen des Annehmens ist es, den Klienten das Gefühl zu vermitteln, dass er ohne Wertung so angenommen wird, die Ermutigung des Klienten und das Ausdrücken von Solidarität.
- Empathie:
Einfühlsames Verstehen der Welt und der Probleme aus der Sicht des Klienten, und die Fähigkeit, diese Empathie dem Klienten mitzuteilen. Grundformen der Empathie sind beispielsweise die Wiederholung des Mitgeteilten, die Konkretisierung des Gesagten, das Ausdrücken der nichtgeäußerten Gefühle und des Erlebens.
- Kongruenz in seiner Haltung (Echtheit, Wahrhaftigkeit gegenüber dem Klienten):
Offenes Wahrnehmen des eigenen Erlebens als Therapeut oder Berater, der mit dem Klienten in Beziehung steht. Dieses Offen-Sein schließt auch Echtheit in dem Sinn ein, dass Psychotherapeuten und Berater nicht nur als Fachpersonen in Erscheinung treten, sondern auch und besonders als Person sich dem Klienten in der Begegnung zu erkennen geben. Für uns heißt das einfach authentisch sein. Dies setzt voraus, dass ich mich selbst auch sehr gut kenne und meine eigenen Verhaltensmuster gut kenne.
Eingebettet in die neue Ausbildung
systemisch holistische Therapie
Nach 15 Jahren Ausbildungsleitung und 19 Ausbildungsgängen Gesprächstherapie führt Klaus-Ingbert Wagner seine bis dahin durchgeführten Ausbildungen zu einer Ausbildung zusammen – der systemisch holistischen Therapie. Dort ist die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Rogers eine der drei wichtigen Säulen, aus der die Ausbildung besteht.
Hinweis: Diese Ausbildung ist zugleich Teil unseres Ausbildungskonzepts »Psychologische/r Berater/in/ systemisch holistischer Coach bzw. Heilpraktiker/-in für Psychotherapie!
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